Step 6 – Hilfe
In dieser Etappe beschäftigte mich das Thema Hilfe.
Als Kind und Jugendliche habe ich erlebt, dass ich in meinem Umfeld unter Druck gesetzt wurde, ja keine Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Mir wurde vermittelt, dass ich dafür sogar mit dem ewigen Tod bezahlen müsste.
Deshalb erfand ich Ausreden, wenn Lehrer nachfragten, woher meine Verletzungen kamen.
So wurde ich fest davon überzeugt:
Ich muss alles alleine schaffen.
Hilfe brauchen nur Verlierer.
Dann kam der Wendepunkt.
Es ging nicht mehr weiter.
Körperlich und seelisch war ich am Ende.
Ein Arzt stellte mich vor eine klare Entscheidung:
Entweder ich verweigere weiterhin Hilfe – mit der Konsequenz, langsam zu sterben und meine Kinder im Stich zu lassen.
Oder ich nehme jetzt Hilfe an – körperlich und seelisch.
Wie ihr seht:
Ich habe mich für das Leben entschieden.
Heute weiß ich, was gute Hilfe bewirken kann:
Durch Psychotherapie habe ich gelernt:
Ich bin nicht verrückt.
Verrückt ist das, was ich erlebt habe – und dass mein Körper darauf reagiert hat.
Auch unsichtbare Krankheiten verdienen Hilfe.
Durch Therapie habe ich gelernt, dass ich mir ein Umfeld mit guten Menschen suchen darf
.Durch Kunstkurse konnte ich meine Fähigkeiten im Malen weiterentwickeln.
Durch Glaubenskurse habe ich erkannt, dass die Bibel kein veraltetes Märchenbuch ist, sondern lebendiges Wort Gottes – auch für mich.
Durch Klavierunterricht wachse ich musikalisch weiter.
Mit Unterstützung konnte ich meine Kinder in Liebe begleiten und erziehen.
Heute weiß ich:
- Hilfe anzunehmen macht dich nicht schwach.
- Hilfe anzunehmen macht dich zu einem Sieger.
Und genau daran arbeite ich heute weiter:
Den Blumenbereich korrigiere ich mit Spachtelmasse und Acrylfarben
@Maria Weisse



