Sag niemals nie


Gestern noch unmöglich – heute ein neues Leben mit Gott.

Für Gott ist nichts unmöglich!
Lukas 1,37


Früher dachte ich:

Niemals Kontakt zur Familie abreißen lasse, da Familie das Wichtigste ist.
Niemals nicht arbeiten werden, um vom Amt zu leben.
Niemals aus Neuapostolische Kirche austreten werde, denn ich möchte bei den Erlösten sein.
Niemals wieder Knien zum Beten, da es nur Worte waren.
Niemals mich von jemandem abhängig machen werde, denn ich weiß ja nicht, was dann von mir verlangt wird.
Niemals Kinder bekomme aus Angst, dass ich meine Traumata weiter gebe.
Niemals wieder ein Tasteninstrument spielen werde, wegen damit verbundener traumatischer Ereignisse.
Niemals jemand wieder vertrauen werde, da es schmerzlich missbraucht wurde.
Niemals mich scheiden lasse, da Ehebruch eine große Sünde ist.
Niemals ein Christ werde, denn dann muss ich nur leiden und habe ein langweiliges Leben.
Niemals Geschenke annehmen werde, denn danach kamen immer Vorwürfe und Bedingungen.
Niemals Versprechen und Worten ohne Beweise glaube.
Niemals wohin gehe, wenn es mir nicht gut geht.
Niemals Arbeiten annehme, wo ich nicht perfekt ausüben kann.
Niemals Ganzkörpertaufe mache, wegen Traumata und Ungewissheit was dann passiert.
Niemals wieder in eine Kirche gehe.


Und jetzt?

Ich sage euch, egal was es ist: Sag niemals nie.
Gestern habe ich ein Buch geschenkt bekommen. Mein erster Gedanke? Wow – ein kostenloses Buch mit Erfahrungen.
Kaum zuhause, nächster Impuls: Advent-Verlag angeschrieben, ob ich meine Geschichte veröffentlichen darf und Unterstützung bekomme.
Nach dem ersten Kapitel war es mir danach, ein Kissen zu nehmen und kniend zu beten.
In den letzten Wochen löste sich ein Hauptbrocken. Nach langen, anstrengenden Kämpfen bin ich jetzt bereit, Gott und Jesus ganz zu vertrauen, mich taufen zu lassen und in die Adventgemeinde einzutreten.
Hier nur ein kleiner Tipp am Rande: Urteile nicht über Kirchen, nachdem was du über sie liest oder von anderen hörst. Gehe und prüfe selbst. Gott hat für jeden einen Platz.
Ich spiele seitdem das erste Mal wieder beständig Klavier, trotz Ängsten.
Ich lerne: Hier darf ich sein. Muss nicht perfekt sein. Wenn ich perfekt wäre, bräuchte ich Jesus nicht.
Familie? Man kann nichts erzwingen. In manchen Fällen nur loslassen und Gott überlassen.
Dauer bereutet. Aber nicht untätig.
Wieder verheiratet, Mama von 3 Söhnen und Oma.


Sag niemals nie.

Wenn Gott etwas in dir verändert hat,
dann kann Er alles neu machen!
2. Korinther 5,17



Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.
Jeremia 29,11


Er macht alles neu. Er gibt Hoffnung. Er bleibt.
Klagelieder 3,22–23

Gott verändert


Krank → Gesund (2. Mose 15,26)


Verloren → Gefunden (Lukas 19,10)


Einsam → Gemeinschaft (Matthäus 18,20)


Außenseiter → Insider (Epheser 2,19)


Feind → Freund (Johannes 15,15)


Angst → Mut (2. Timotheus 1,7)


Zweifel → Zuversicht (Römer 15,13)


Misstrauen → Vertrauen (Sprüche 3,5)


Sünde → Freiheit (Johannes 8,36)




Bei Gott ist alles möglich!
Matthäus 19,26


Ich bin dankbar für alles, was ich erlebt habe – denn es hat mich zu dem geführt, wo ich heute bin:
Gottes Tochter, geliebt, getragen und geführt.


Maria Weisse


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