Beten und Arbeiten – beides gehört zusammen.
Immer wieder erlebe ich Menschen, die sich im Kreis drehen.
Ausreden.
Opferhaltung.
Schuldumkehr.
Warten auf ein Wunder.
Oder das andere Extrem:
Nur arbeiten.
Nur funktionieren.
Nur leisten.
Doch ein Boot kommt nicht voran, wenn nur ein Ruder bewegt wird.
Das eine Ruder heißt Beten.
Zur Ruhe kommen.
Loslassen.
Gott alles anvertrauen.
Weinen, klagen, schreien.
Danken und sich freuen.
Christus in mir wirken lassen.
Frieden finden.
Das andere Ruder heißt Arbeiten.
Verantwortung übernehmen.
Therapie wahrnehmen.
Hilfreiche Bücher lesen.
Schreiben.
Malen.
Sport treiben.
Die Natur genießen.
Ordnung schaffen.
Gaben entdecken und weiterentwickeln.
Gesunde Grenzen setzen.
Mit Jesus Christus mutig vorangehen.
Gemeinschaft suchen.
Seelsorgerliche Gespräche führen.
Jesu Liebe und Barmherzigkeit durch das eigene Leben sichtbar machen.
Auch mit Krankheit.
Auch mit Hochsensibilität.
Auch mit Einschränkungen.
Auch in Armut.
Nicht alles wird sofort leicht.
Aber ich muss nicht alleine rudern.
Gott ist größer als meine Angst.
Größer als meine Vergangenheit.
Größer als meine Probleme.
Deshalb wähle ich jeden Tag neu:
Beten und Arbeiten.
Vertrauen und Handeln.
Loslassen und Vorangehen.
So kommt das Boot meines Lebens Schritt für Schritt ans Ziel.
Maria Weisse

Blumengesteck – 7
Hier habe ich den Altar einer Kirche zu einem Festgottesdienst dekoriert


