Manchmal sind Grenzen nur in unserem Kopf

Manchmal sind die Grenzen nur in unserem Kopf
Heute hat mich beim Vorbeigehen dieses Huhn fasziniert.
Ich beobachtete es am Zaun – und plötzlich musste ich über das Thema Grenzen nachdenken.

Grenzen können wichtig sein. Sie schützen uns und geben Sicherheit.
Aber manchmal bauen wir auch Grenzen, die uns gar nicht schützen, sondern einengen.
Grenzen, die wir uns selbst setzen:
„Das schaffe ich sowieso nie.“
„Das kann ich einfach nicht.“
„Ich bin halt so.“
„Das gehört mir – ich teile nicht.“
Wie oft entscheiden wir schon im Voraus, dass etwas nicht möglich ist, bevor wir überhaupt einen kleinen Schritt gewagt haben?


Und dann gibt es die Grenzen, die wir anderen Menschen setzen.
„Den kenne ich.“
„Über sie habe ich schon genug gehört.“
„Die Person hat vor vielen Jahren einmal …“
Manchmal stecken wir Menschen in eine Schublade und lassen ihnen kaum noch die Möglichkeit, sich verändert zu haben.
Doch Menschen entwickeln sich. Menschen können lernen. Und manchmal entdecken wir eine ganz andere Seite an jemandem, wenn wir bereit sind, unsere vorgefertigte Meinung noch einmal zu überprüfen.


Und sogar Gott können wir begrenzen.
Vielleicht durch Vorstellungen wie:
„Gott ist weit weg.“
„Er wartet nur darauf, meine Fehler zu bestrafen.“
„Für mich interessiert er sich bestimmt nicht.“
Auch hier habe ich für mich gelernt, meine Vorstellungen immer wieder zu hinterfragen.
Vielleicht ist Gott viel größer als das Bild, das Menschen mir von ihm vermittelt haben.


Dieses Huhn hat mich heute jedenfalls an etwas erinnert:
Nicht jede Grenze muss überwunden werden. Manche Grenzen sind wichtig und dürfen bleiben.
Aber manche Zäune dürfen wir überprüfen.
Ist diese Grenze wirklich notwendig?
Oder steht sie vielleicht nur noch da, weil sie schon immer da war?
Deshalb möchte ich dir heute Mut machen:
Schau einmal über deinen eigenen Zaun hinaus.
Vielleicht wartet dahinter etwas, von dem du bisher dachtest, es sei für dich unmöglich.


Maria Weisse

Teilen:

Weitere Beiträge

Deutsch ist gar nicht so einfach

Deutsch ist gar nicht so einfach … Manchmal brauche ich selbst fast einen Übersetzer – und zwar vom Schwäbischen ins Deutsche. Manche schwäbischen Sätze muss ich zweimal lesen, bis ich

Blumenschmuck – 10-3

Fensterschmuck Blumenkasten, der sonst für Balkon ist, mit kleinen Töpfen, die mit Wasser gefüllt sind. Mit Tuch umspielt. Verschiedene Gewächse aus Garten rein und mit kleinem dekoriert.

Das fleißige Bienchen

Das fleißige Bienchen Heute hat mich dieses fleißige Bienchen erfreut. So klein und doch unermüdlich fliegt es von Blüte zu Blüte. Es klagt nicht, vergleicht sich nicht mit anderen und

Wunder der Natur

Kleine Wunder auf unserer Terrasse Heute habe ich diese gelben Blüten auf unserer Terrasse entdeckt. Sie wachsen einfach da – still, unscheinbar, ohne Aufmerksamkeit.Und doch haben sie mich tief berührt.