Mein Weg vom Aberglauben zu Gottes Frieden

Ein persönliches Zeugnis

Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, bin ich sehr dankbar.

Doch mein Weg zum Frieden mit Gott war lang.

Ich bin mit vielen Ängsten und innerem Druck aufgewachsen. Schon früh war ich auf der Suche nach Sicherheit, Orientierung und Glück.

Mit 18 Jahren kaufte ich mir eine Hufeisenkette, weil ich glaubte, sie würde mir Glück bringen. Doch nach einiger Zeit merkte ich, dass sie nichts verändert. Die Hoffnung, durch einen Glücksbringer Sicherheit zu finden, erfüllte sich nicht.

Danach begann ich mich intensiv mit Astrologie und Numerologie zu beschäftigen. Da ich in Mathematik immer sehr gut war, dachte ich, man könne vielleicht alles berechnen und dadurch Sicherheit im Leben finden. Doch obwohl ich mich sehr damit beschäftigte, fand ich keine innere Ruhe.

Später versuchte ich, mich in der Kirche anzupassen. Ich unterdrückte vieles in mir, was sich nicht gut anfühlte. Gleichzeitig suchte ich auch Antworten in Tarotkarten. Doch auch dort spürte ich schnell, dass mich das nicht wirklich anspricht.

Dann kam eine Zeit, die ich mir nie gewünscht hätte: Ich wurde unerwartet in eine Psychiatrie eingewiesen. Das war für mich sehr schwer. Ich war auf einer Station, auf der ich fast nichts hatte – damals hatte ich noch nicht einmal ein Handy. Aus Langeweile begann ich wieder zu lesen. Doch viele Bücher interessierten mich nicht mehr.Eines Tages gab mir eine Ärztin eine Gideonbibel. Als ich darin zu lesen begann, berührten mich die Worte tief im Herzen. Etwas daran war anders als alles, was ich vorher gesucht hatte.

Trotzdem dauerte mein Weg noch viele Jahre. Über zehn Jahre suchte ich in verschiedenen Religionen nach Wahrheit und Glück. Aber auch dort fand ich nicht den Frieden, nach dem ich mich so sehr sehnte.

Erst als ich lernte, loszulassen – meine eigenen Vorstellungen, meine Berechnungen, meine Versuche, alles selbst zu kontrollieren – begann sich etwas zu verändern. Ich begann, wirklich auf Gott zu hören.Ich ließ mich ganz auf ihn ein und hörte auf, mich von allen möglichen Stimmen und Meinungen beeinflussen zu lassen. Und genau dort fand ich das, wonach ich mein ganzes Leben gesucht hatte:

Frieden, Geborgenheit und wahres Glück.

Ich habe erkannt, dass es eine bedingungslose Liebe gibt – und dass sie von Gott kommt.

Er heilt, was zerbrochen ist, und er vergibt.

Heute weiß ich:

Mein Glück liegt darin, Gott nahe zu sein.

@Maria Weisse

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