Vielleicht fühlst du dich gefangen.
Im Leben.
Oder sogar im Glauben.
Unter Druck, Angst oder dem Gefühl, nie gut genug zu sein.
Ich kenne das.
Ich bin in der Neuapostolischen Kirche aufgewachsen.
Schon als Kind war mein Glaube geprägt von Angst.
Ich lernte:
Ich muss funktionieren.
Ich muss gehorsam sein.
Ich darf nicht zweifeln.
Mir wurde gesagt:
Nur wir gehören dazu, wenn Jesus wiederkommt.
Leid muss man still ertragen.
Freunde außerhalb sind gefährlich.
Und die Bibel durfte ich nicht selbst lesen.
Als Jugendliche begann ich zu zweifeln.
Doch die Angst blieb:
Was, wenn ich gehe – und dann Jesus wiederkommt?
Ich wollte frei sein.
Aber ich fühlte mich gefangen.
Also suchte ich Halt – irgendwo.
Doch innerlich wurde es immer dunkler.
Bis ich irgendwann nicht mehr leben wollte.
Ich landete in der Psychiatrie.
Dort – an meinem tiefsten Punkt – bekam ich eine Bibel.
Und zum ersten Mal las ich selbst.
Und plötzlich verstand ich:
Das, was ich gelernt hatte,
war nicht das, was Jesus wollte.
Ich erkannte:
Jesus bringt keine Angst.
Keinen Druck.
Keine Kontrolle.
Sondern Freiheit.
Liebe.
Gnade.
Mein Weg heraus war nicht leicht.
Ich hatte Angst. Zweifel. Rückschritte.
Doch Schritt für Schritt durfte ich lernen:
Ich muss mir Gottes Liebe nicht verdienen.
Heute weiß ich:
Ich will nicht mehr Religion, die mich gefangen hält.
Ich will nicht mehr Angst.
Ich will nicht mehr Druck.
Ich will einfach nur Jesus.
Einen Glauben, der frei macht.
Der heilt.
Der wieder Hoffnung schenkt.
Und ein Vers hat mein Leben verändert:
„Ich habe dich bei deinem Namen gerufen – du bist mein.“ (Jesaja 43,1)
Vielleicht hast du den Glauben verloren.
Vielleicht wurdest du verletzt.
Oder du hast Angst zu gehen.
Dann möchte ich dir sagen:
???? Du bist nicht allein.
???? Gott sieht dich.
???? Und du musst dich nicht beweisen.
Du darfst kommen, wie du bist.
@Maria Weisse


