Step 2 – Verlust
In dieser Etappe sind Tränen geflossen.
Sie sind mit in die Farben eingeflossen.
Warum mir Vertrauen oft so schwerfällt?
Weil ich erlebt habe, wie sich in einem Moment alles verändern kann.
Schon als Kind gab es Abende,an denen ich ins Bett gingund mir gesagt wurde:
Morgen ziehen wir um.
Keine Zeit zum Verabschieden.
Keine Zeit zum Verstehen.
Einfach neu.
Einfach anders.
Lange dachte ich,es hätte mir nichts ausgemacht.
Doch heute weiß ich:
Es hat etwas mit mir gemacht.
Später habe ich mir geschworen,dass meine Kinder so etwas nie erleben müssen.
Und doch kam ein Tag,der alles veränderte.
Ein Ausraster.Zerstörung.Verletzungen – innen wie außen.
Von einem Moment auf den anderen war nichts mehr, wie es war.
Meine berufliche Zukunft zerbrach.Meine Kinder gingen in Pflege.
Ich verlor mein Zuhause.
Ich fiel in ein tiefes Loch.
Auch mein Glaube wurde erschüttert.
Freundschaften zerbrachen.
Und als wäre das nicht genug,kamen Schulden dazu –durch Dinge, die ich nicht getan hatte.
All das – und noch viel mehr –kam heute wieder in mir hoch.
Vielleicht ist das der Grund,warum ich oft angespannt bin.
Und gleichzeitig bin ich dankbar.
Dankbar für Menschen,die mir Sicherheit geben.
Die mich annehmen,auch wenn ich zweifle.
Die bleiben,wenn mein Inneres unruhig ist.
Die mich nicht verurteilen,wenn ich mich zurückziehe.
Und die mir helfen,Schritt für Schritt weiterzugehen.
@Maria Weisse



