Beten

Beten


Viele Menschen denken beim Beten zuerst an Bitten oder Wünsche.


Doch Beten ist viel mehr.


Beten bedeutet, mit Gott zu reden.


Gott ist für mich kein ferner Herrscher, sondern ein liebender Vater.


Deshalb darf ich zuerst eine Beziehung zu ihm aufbauen.


Ohne Beziehung wird Gott schnell zu einem Notnagel:
Man sucht ihn nur, wenn man Hilfe braucht, Antworten erwartet oder möchte, dass Wünsche erfüllt werden.


Doch eine echte Beziehung lebt von mehr.


So wie Eltern sich freuen, wenn ihre Kinder mit ihnen sprechen, Zeit mit ihnen verbringen und ihnen Vertrauen schenken, freut sich auch Gott über unsere Nähe.


Was gehört zum Gebet?
???? Dankbarkeit
???? Lobpreis
???? Bitten
???? Fragen
???? Klagen
???? Zuhören


Ja, wir dürfen Gott um alles bitten.
Doch gleichzeitig dürfen wir darauf vertrauen, dass er den Überblick hat und weiß, was gut für uns ist.


Liebevolle Eltern erfüllen auch nicht jeden Wunsch ihrer Kinder.
Nicht weil sie sie weniger lieben, sondern weil sie das Wohl ihrer Kinder im Blick haben.
Genauso handelt Gott.


Muss ein Gebet besonders fromm oder perfekt formuliert sein?
Nein.
Gebet darf ehrlich sein.
Manchmal sind es nur wenige Worte:
„Danke.“
„Hilf mir.“
„Ich verstehe das nicht.“
„Warum?“
„Ich habe Angst.“
„Ich freue mich.“
Ich habe erlebt, dass Gott Ehrlichkeit aushält.
Er erschrickt nicht über unsere Zweifel, unsere Wut, unsere Tränen oder unsere Fragen.


Warum?
Weil Gott Liebe ist.
Und Liebe hört zu.


Deshalb möchte ich dich ermutigen:
Du musst nicht die richtigen Worte finden.
Rede einfach mit Gott.
So wie du mit einem Menschen sprechen würdest, der dich liebt, versteht und dein Bestes möchte.


Denn Beten verändert nicht immer sofort die Umstände.
Aber oft verändert es unser Herz.


Maria Weisse

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