Mit Gott ist nichts unmöglich

Warum ich eine Jüngerin Jesu bin?


Weil Jesus mich ganz erfüllt.


Viele Jahre lang wollte ich mich von niemandem abhängig machen – schon gar nicht von Gott.
Zu viel hatte ich erlebt.
Zu viele Enttäuschungen.
Zu viele Verletzungen in Familie und Kirche.
Meine Entscheidung war:
Ich schaffe das alleine.
Ich wollte stark sein.
Alles selbst tragen.
Alles selbst lösen.
Gefühle wurden verdrängt.
Schmerzen wurden übergangen.
Warnsignale des Körpers ignoriert.
Und äußerlich schien mein Leben erfolgreich zu sein.
Ich hatte eine Arbeitsstelle.
Eine erfolgreich abgeschlossene Fortbildung.
Eine Beförderung stand kurz bevor.
Einen Ehemann.
Drei Söhne.
Eine Wohnung.
Ein Auto.
Für mich sah alles perfekt aus.
Ich dachte, die Alkoholtherapie meines damaligen Mannes würde helfen.


Doch dann kam der 20. September 2009.
Ein Datum, das ich niemals vergessen werde.
Nach einem heftigen Ausraster zerstörte mein Mann Möbel – und verletzte mich.
Von einem Tag auf den anderen brach mein Leben auseinander.
Kein Einkommen mehr.
Die Ärzte teilten mir mit, dass ich aufgrund meiner Erkrankungen nie wieder arbeiten können würde.
Meine Kinder kamen vorübergehend ins Kinderdorf.
Die Wohnung musste aufgegeben werden.
Dazu kamen Schulden aus der damaligen Ehe.
Plötzlich war nichts mehr da, worauf ich mein Leben aufgebaut hatte.
Ich war am Ende meiner Kräfte.
Ohne Jesus hätte ich wahrscheinlich ein zweites Mal versucht, meinem Leben ein Ende zu setzen.


Doch Jesus kam in mein Herz.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Nicht von heute auf morgen.
Sondern leise.
Geduldig.
Liebevoll.
Schritt für Schritt.
Er ließ mich erkennen, dass mein Wert nicht von Leistung, Erfolg oder Perfektion abhängt.
Er zeigte mir, dass ich geliebt bin.
Nicht wegen dem, was ich leiste.
Sondern weil ich sein Kind bin.
Er trug mich durch Zeiten, in denen ich selbst nicht mehr laufen konnte.
Er gab mir Hoffnung, als ich keine Hoffnung mehr hatte.
Er schenkte mir Frieden, obwohl die Umstände alles andere als friedlich waren.
Deshalb bin ich heute eine Jüngerin Jesu.


Nicht weil mein Leben perfekt ist.
Nicht weil alle Fragen beantwortet sind.
Nicht weil alle Wunden verschwunden sind.
Sondern weil ich erlebt habe, dass Jesus treu ist.
Er hat mich nie aufgegeben.


Und er wird auch dich nicht aufgeben.
Egal, wo du gerade stehst.
Egal, wie aussichtslos deine Situation erscheint.
Egal, wie oft du gefallen bist.
Gib nicht auf.
Jesus hat das letzte Wort.
Denn bei Gott ist nichts unmöglich.


„Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“
(Lukas 18,27)


Mit Jesus Christus mutig voran.


Maria Weisse

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