Sport, Erfolg und Glück


Ich war schon als Kind sportlich aktiv.
Ich kletterte auf Bäume, balancierte über Baumstämme und Balkongeländer, fuhr begeistert Fahrrad und ließ den Hula-Hoop-Reifen kreisen.


Kurz nach meinem 18. Geburtstag interessierte mich auch der Profisport. Besonders Tennis und die Erfolge von Steffi Graf faszinierten mich.
Doch mit der Zeit erkannte ich, dass es im Profisport oft um Höchstleistungen, Rekorde, Konkurrenz und viel Geld geht. Wer gewinnt, wird gefeiert. Wer Zweiter wird, gilt oft schon als Verlierer.


Damals fragte ich mich:
Ist es das wert?
Ist es das Geld wert, den eigenen Körper an Grenzen zu bringen oder sogar zu verschleißen?


Lange Zeit glaubte ich außerdem, dass reiche Menschen automatisch glücklich sind und dass auch ich reich sein müsste, um glücklich zu sein.


Heute sehe ich das anders.
Glück hängt nicht von Geld, Erfolg oder äußeren Umständen ab.
Glück beginnt mit einer dankbaren Haltung dem Leben gegenüber.
Schon am Morgen kann ich Gründe finden, dankbar zu sein:

Danke, dass ich schlafen konnte.
Danke, dass ein neuer Tag beginnt.
Danke, dass ich aufstehen und mich bewegen kann.
Danke, dass ich sicher wohnen darf.
Danke für Essen, Trinken und Kleidung.
Danke für die Menschen, die mich begleiten.
Danke für die Engel, die mich beschützen und führen.

Je mehr ich auf das schaue, was bereits da ist, desto mehr wächst die Freude in meinem Herzen.

Heute weiß ich:
Wahrer Reichtum ist nicht das, was wir besitzen.
Wahrer Reichtum ist die Fähigkeit, das Leben dankbar anzunehmen.


Maria Weisse

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