Dankbar für dich


Funktionieren?


Seit meinem Autounfall vor einer Woche und dem dadurch entstandenen schweren Schleudertrauma wurde mir verordnet, mich körperlich zu schonen. Durch die Medikamente schlafe ich im Moment sehr viel.


Dabei beschäftigen mich viele Gedanken.
Solange ich funktioniert habe, haben sich viele Menschen bei mir gemeldet.


Doch als ich krank wurde, Glaubenssysteme hinterfragte und begann, gesunde Grenzen zu setzen, wurden die Kontakte immer weniger. Als ich die Neuapostolische Kirche verließ, zerbrachen sogar einige Freundschaften.


Tut das weh?
Ja.
Ich kann nicht behaupten, dass mich das kaltlässt.
Noch mehr schmerzt jedoch die Erkenntnis, dass manche Menschen, die sich als besonders freundlich oder gutherzig gezeigt haben, nicht ehrlich zu mir waren. Lange habe ich ihren Worten vertraut und ihre Freundlichkeit nicht hinterfragt.


Was mache ich heute?
Ich entscheide mich trotzdem dafür, diese Menschen zu segnen.
Ich möchte mein Herz nicht verschließen.

Ich freue mich über neue Begegnungen und echte Freundschaften.
Aber ich gehe heute achtsamer an Beziehungen heran. Vertrauen darf wachsen.
Von Herzen danke ich allen Menschen,

die mir meine Fehler verzeihen,
mit denen ich offen reden kann,
die nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten da sind – in guten wie in schweren Zeiten,
die das Beste in mir sehen und fördern,
bei denen ich authentisch sein darf,
und die den Mut haben, auch eigene Fehler einzugestehen.

Solche Menschen sind ein kostbares Geschenk.
„Ein Freund liebt zu jeder Zeit.“
Sprüche 17,17


Herzliche Grüße
Maria Weisse

Teilen:

Weitere Beiträge

Akzeptanz und das Schützen eigener Grenzen

Akzeptanz und das Schützen eigener Grenzen Es hat viele Jahre gedauert, bis ich etwas gelernt habe, das für andere vielleicht ganz selbstverständlich klingt: Ich darf Grenzen haben. Und ich darf

Gottes Willen

Gottes Willen Ich erlebe immer wieder, dass besonderer Segen darauf liegt, wenn mein Leben und mein Handeln mit Gottes Willen übereinstimmen. Es gab in meinem Leben viele Situationen, in denen

Ich und missionieren?

Ich und missionieren?Gestern hatte ich Besuch von einer Journalistin unserer Tageszeitung. Eine Frage hat mich danach nicht mehr losgelassen:???? Möchtest du missionieren? Ganz ehrlich:Nein. Das passt nicht zu mir. Und

Mein Weg – von Angst zur Freiheit

Vielleicht fühlst du dich gefangen.Im Leben.Oder sogar im Glauben.Unter Druck, Angst oder dem Gefühl, nie gut genug zu sein. Ich kenne das.Ich bin in der Neuapostolischen Kirche aufgewachsen.Schon als Kind