Über-Reaktion


Manchmal liegen meine Nerven blank
Manchmal bin ich gereizt.
Manchmal fehlt mir die Geduld.
Manchmal wünsche ich mir einfach nur, dass die Schmerzen aufhören.


Oft fragen Menschen: „Warum bist du so gereizt?“
Die Antwort ist nicht so einfach.
Ich kann vieles.


Aber was mir im Moment besonders schwerfällt, ist mit den täglichen Schmerzen zu leben – und zu wissen, dass ich oft nichts dagegen tun kann, außer auszuruhen und abzuwarten.


Ich wünsche mir so sehr, wieder gesund zu sein.
Arbeitsfähig.
Eine gute Hausfrau.
Eine liebevolle Tochter.
Eine aufmerksame Ehefrau.
Eine fröhliche Mama und Oma.
Eine Jüngerin Jesu, die anderen Mut macht.


Wenn ich gereizt wirke, steckt dahinter meist nicht Bosheit, sondern Gefühle.
Trauer über den Verlust meiner Gesundheit.
Angst, dass es vielleicht nicht mehr besser wird.
Angst, nicht genug zu sein.
Wut über das, was passiert ist.
Und ja – manchmal bin ich sogar wütend auf Gott und frage ihn, warum er mich nicht endlich heilt.

Doch ich bin dankbar, dass Gott auch diese Gefühle kennt. Ich muss sie nicht verstecken. Ich darf ehrlich mit ihm sein.


Und immer wieder schenkt er mir trotz allem Frieden, neue Hoffnung und die Kraft, den nächsten Schritt zu gehen.


Bitte sei mir nicht böse, wenn ich manchmal gereizt reagiere.


Hinter jedem Verhalten steckt oft eine Geschichte, die wir von außen nicht sehen können.


Darum wünsche ich mir, dass wir liebevoller miteinander umgehen und einander nicht vorschnell verurteilen.


„Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“
Römer 12,15


Herzliche Grüße
Maria Weisse

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