Was ich mir zu meinem Geburtstag wünsche.
Mein Geburtstag rückt näher.
Eigentlich hatte ich mich sehr darauf gefreut, an diesem Tag einen schönen Ausflug zu machen. Doch im Moment lässt meine Gesundheit das leider nicht zu.
Und so denke ich darüber nach: Was wünsche ich mir eigentlich?
Früher hatte ich viele Wünsche.
Ich wünschte mir eine Familie, ein Zuhause, Sicherheit und später auch manche materiellen Dinge.
In den vergangenen Jahren wurde etwas anderes immer wichtiger:
Ich wollte Wahrheit.
Ich wollte verstehen, was in meinem Leben wirklich geschehen ist. Ich wollte Klarheit finden und erkennen, welchen Menschen und welchen Worten ich vertrauen kann.
Und heute?
Heute lässt sich mein größter Wunsch mit einem einzigen Wort beschreiben:
FRIEDEN.
Frieden in meinem Körper – und die Hoffnung, wieder weniger Schmerzen zu haben.
Ich wünsche mir, mich wieder frei bewegen zu können.
Klavier spielen.
Sport machen.
Spazieren gehen.
Einfach Dinge tun, die für andere vielleicht selbstverständlich sind.
Ich wünsche mir Frieden zwischen Menschen. Begegnungen ohne Machtkämpfe, Vorwürfe und Gegeneinander.
Ich wünsche mir Menschen an meiner Seite, die ebenfalls Friedensstifter sein möchten. Menschen, mit denen man ehrlich reden, lachen, schweigen, vergeben und gemeinsam wachsen kann.
Und ich wünsche mir, selbst immer mehr zu einem Menschen des Friedens zu werden.
Mein Geburtstag muss deshalb dieses Jahr vielleicht gar nicht aus einem großen Ausflug oder besonderen Geschenken bestehen.
Vielleicht sind die wertvollsten Geschenke ohnehin nicht käuflich:
Gesundheit. Zeit. Ehrlichkeit. Versöhnung. Gemeinschaft. Liebe. Und Frieden.
Denn vieles, wonach wir im Leben streben, ist vergänglich.
Doch eines bleibt:
Gottes Liebe.
„Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen.“
Jesaja 54,10
Und vielleicht ist genau das mein Geburtstagswunsch:
Frieden mit Gott.
Frieden mit mir selbst.
Frieden mit meinen Mitmenschen.
Und die Kraft, auch dort Frieden zu bewahren, wo sich nicht alles lösen lässt.
Maria Weisse



