Christ sein
Früher dachte ich:
Als Christ muss ich …
• in jeden Gottesdienst gehen – egal wie es mir geht.
• genug opfern.
• alles erdulden.
• selbstlos helfen, auch wenn ich dabei selbst kaputtgehe.
• immer andere an die erste Stelle setzen.
• weltliche Freude vermeiden.
• genug Geld geben.
• glauben, ohne zu zweifeln.
• zum Abendmahl gehen, damit mir vergeben wird.
• psychischen, verbalen oder körperlichen Missbrauch aushalten.
• Täter schützen und nicht anzeigen.
• mich anpassen, um dazuzugehören.
• immer stark und fröhlich sein.
• bescheiden sein und nichts brauchen.
• alles alleine schaffen – ohne Therapie, Ärzte oder Medikamente.
• nur auf eine bestimmte Weise beten.
Heute lerne ich von Jesus etwas anderes:
* Ich darf helfen, ohne mich ausnutzen zu lassen. * Ich darf Grenzen setzen.
* Ich darf Nein sagen.
* Ich darf Hilfe annehmen – durch Ärzte, Therapie, Medikamente und andere Menschen.
* Ich darf direkt zu Jesus kommen.
* Ich darf zweifeln und trotzdem glauben.
* Ich darf traurig, erschöpft oder verletzt sein.
* Ich muss nicht perfekt sein.
* Ich muss nicht ständig funktionieren.
* Ich darf Pausen machen.
* Ich darf Fehler machen und daraus lernen.
* Ich darf so zu Jesus kommen, wie ich bin.
Jesus hat nicht gesagt:
„Kommt zu mir, wenn ihr stark genug seid.“
Er sagte:
„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“
(Matthäus 11,28)
Heute verstehe ich:
Christ sein bedeutet nicht, sich selbst aufzugeben.
Christ sein bedeutet, Jesus nachzufolgen.
Und Jesus führt nicht in Knechtschaft, sondern in Freiheit.
✨ Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. ✨
Maria Weisse



