Willenskraft und Gelassenheit
Ich hatte schon immer einen starken Willen.
In manchen Bereichen war ich kompromisslos und bin dadurch oft angeeckt.
Früh war mir klar:
• Ich werde nicht rauchen – auch wenn andere mich unter Druck setzen.
• Ich werde keinen Alkohol brauchen, um dazuzugehören.
• Niemand kann mir meinen Glauben absprechen.
• Ich möchte auf Gott hören – auch wenn Menschen mich dafür kritisieren.
• Ich möchte nicht über andere lästern.
• Ich möchte nicht für andere lügen.
• Ich möchte Klarheit schaffen, wo Verwirrung und Widersprüche herrschen.
Doch ich habe auch gelernt, dass Stärke nicht bedeutet, stur zu sein.
Es gibt Bereiche, in denen Flexibilität, Kompromissbereitschaft und Zurückhaltung wichtig sind:
• Wenn es darum geht, Frieden zu fördern.
• Wenn ein Streit geschlichtet werden kann.
• Wenn andere Menschen im Mittelpunkt stehen möchten.
• Wenn ich erkenne, dass ich nicht helfen kann.
• Wenn Gott mir neue Wege zeigt und ich dazulernen darf.
Je älter ich werde, desto mehr merke ich:
Nicht alles muss ich verändern.
Nicht jeden Kampf muss ich kämpfen.
Nicht jede Meinung muss ich korrigieren.
Deshalb bete ich heute:
* Gott, mein Vater, gib mir die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann.
* Gib mir die Kraft, Dinge zu verändern, die ich verändern kann.
* Gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
* Zeige mir, wann es Zeit ist zu reden – und wann es besser ist zu schweigen.
Maria Weisse



