Der Weg


Der Weg


Von klein auf wurde ich geprägt mit dem Bild
vom schmalen und vom breiten Weg.


Der schmale Weg – das sollte unser Weg sein.
Und damit war gemeint: nur unsere Kirche.
Ich habe gelernt, mich von Menschen fernzuhalten, die nicht dazugehören.
Von anderen Meinungen, anderen Lebensweisen,
sogar von Dingen, die einfach Freude machen.


Denn es wurde gesagt:
Nur wir sind die Auserwählten.
Nur wir haben die Wahrheit.
Und wenn Jesus wiederkommt, dürfen wir nichts „Falsches“ tun,
sonst gehören wir nicht dazu.
Freude im Hier und Jetzt?
Die sollte es eigentlich nicht geben.
Diese Welt sei voller Leid –
und echte Freude gäbe es erst später.


Doch tief in mir war immer etwas anderes.
Eine Sehnsucht.
Nach Leben. Nach Freude. Nach Echtheit.


Und ich war nicht „brav genug“,
um das einfach zu unterdrücken.
Irgendwann kam der Punkt, an dem ich dachte:
Wenn das Christsein bedeutet,
dann kann ich diesen Weg nicht gehen.


In den letzten Jahren habe ich die Bibel ganz gelesen.
Und dabei etwas Entscheidendes erkannt:
Jesus sagt nicht: „Ich bin die Kirche.“


Er sagt:
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.


Nicht eine Organisation ist der Weg –
sondern er selbst.


Und noch etwas:
Gott möchte, dass wir uns freuen.
Dass wir leben.
Dass wir frei sind.
Jesus spricht davon, dass wir frei werden dürfen –
nicht gefangen in Angst oder Druck.

Mein Fazit:
Ich gehe meinen Weg mit Jesus.
So, wie es für mich stimmig ist.
Ich darf dankbar sein.
Ich darf Freude empfinden.
Ich darf wissen: Ich bin bedingungslos geliebt.
Ich muss mir mein Leben nicht schwerer machen
durch Druck, Regeln und Angst.
Mit meinen Erfahrungen und Erkrankungen
ist das Leben herausfordernd genug.


Und etwas, das mich besonders berührt:
Jesus sagt, wir dürfen wie Kinder sein.


Was können wir von Kindern lernen?
✨ Sie zeigen ihre Gefühle
✨ Sie freuen sich über kleine Dinge
✨ Sie spüren, was echt ist
✨ Sie schließen niemanden aus
✨ Sie sind ehrlich
✨ Sie streiten – und vergeben wieder

Deshalb wünsche ich dir:
Finde deinen Weg.
Sei mutig.
Sei ehrlich.
Sei authentisch.


Denn nur wenn wir im Einklang mit uns selbst leben,
können wir wirklich Frieden und Liebe weitergeben.
Wenn wir uns alles verbieten,
leben wir nicht –
wir funktionieren nur.


@Maria Weisse

Teilen:

Weitere Beiträge

Loslassen

Ja dieses Jahr war nicht einfach für mich.Es war teilweise sehr hart für mich.Aber ich habe so einen großen Frieden in mirwo ich nie gedacht hätte, das so was auf

Verletzungen – was mache ich daraus?

Verletzungen – was mache ich daraus? Heute ist mir etwas bewusst geworden.Früher habe ich nach Verletzungen oft versucht, unbedingt eine Aussprache oder eine Entschuldigung zu bekommen. Ich habe den Fehler

Perfektion

Perfektionismus ♡Die einensind selbst mit ihren Fehlern großzügig,aber bei anderen verlangen sie Perfektionismusund machen dadurch den anderen das Leben schwer.♡Andere (so wie ich)bin bei anderen großzügig,verlange aber von mir selbst

Sport, Erfolg und Glück

Ich war schon als Kind sportlich aktiv.Ich kletterte auf Bäume, balancierte über Baumstämme und Balkongeländer, fuhr begeistert Fahrrad und ließ den Hula-Hoop-Reifen kreisen. Kurz nach meinem 18. Geburtstag interessierte mich