Mut
Mut ist nicht, nie zu fallen.
Mut ist, immer wieder aufzustehen.
Manchmal brauchen wir Mut,
um nicht aufzugeben
und es nochmals zu versuchen.
Es gibt verschiedene Arten von Menschen:
Die einen bleiben im Bewährten.
Man bleibt da, weil es sich so gehört.
Zweifel und Unbehagen werden unterdrückt.
Frust wird an anderen ausgelassen.
Nach außen wirkt alles wunderbar.
Andere lieben die Bequemlichkeit,
die ihnen die Komfortzone bietet.
Andere brechen aus, rebellieren
und werden dafür verurteilt.
Und manche schlagen ins Gegenteil um.
Aus unterdrückten Gefühlen werden Wut und Hass.
Man flüchtet.
Neues wird nicht mehr versucht,
weil man innerlich erstarrt ist.
Und dann gibt es Suchende.
Ich bin eine Suchende.
Nicht auf der Suche nach dem Perfekten,
sondern nach dem, was sich richtig anfühlt.
Ja, manchmal bin ich überfordert,
wenn etwas anders ist, als ich es kenne.
Das löst manchmal Ängste, Zweifel, Erinnerungen und Unsicherheit aus.
Es gab oft Phasen in meinem Leben,
in denen ich voller Mut und Motivation gestartet bin
und später wieder gefallen bin.
Deshalb dachte ich lange,
ich sei ein Versager.
Heute weiß ich:
Nur weil ich falle,
bin ich kein Versager.
Jeder Mensch stolpert.
Jeder Mensch zweifelt.
Jeder Mensch braucht Pausen.
Und dann gibt es Pause.
Diese Pause nehme ich mir,
um zu reflektieren.
Und danach entscheide ich weiter.
Heute kann ich sagen:
Es gibt nicht nur gut oder schlecht,
nicht nur schwarz oder weiß.
Jede Station meines Lebens hatte ihren Sinn.
Egal ob Ehe, Kirche, Arbeitsplatz, Unterkunft, Krankenhausaufenthalt oder Fitnessstudio.
Es gab immer einen Grund, warum ich dort war
und warum ich wieder gegangen bin.
Ja, ich suche immer wieder.
Aber ich habe gelernt:
✅ Ich bleibe dort – ausdauernd, trotz Pausen.
✅ Wo ich angenommen werde, wie ich bin.
✅ Wo ich Unterstützung finde.
✅ Wo ich mich sicher fühle.
✅ Wo ich wachsen kann.
Mut ist, weiterzugehen –
in deinem Tempo,
in deiner Wahrheit,
in deinem Leben.
Maria Weisse ♡



