Pause – ein neuer Blick auf das Innehalten
Manchmal braucht es gar keinen großen Moment, um etwas Neues zu lernen.
Heute war es ein Weg, ein Baum, Sonnenlicht – und eine Bank.
Normalerweise gehe ich schnell und zielgerichtet. Pause mache ich oft erst dann, wenn mein Körper sie einfordert und aus einer freiwill
igen Pause eine Zwangspause geworden ist.
Heute habe ich etwas anderes ausprobiert.
Ich bin bewusst langsamer gegangen. Habe meine Umgebung wahrgenommen. Bin stehen geblieben. Und ich habe mich hingesetzt, obwohl ich eigentlich noch weitergekonnt hätte.
Und plötzlich wurde mir bewusst:
Ich mache Pause.
Nicht, weil ich nicht mehr kann,
sondern weil ich darf.
Das Erstaunliche: Ich bin nicht weniger weit gekommen.
Ich bin sogar besser angekommen.
Vielleicht müssen wir nicht immer warten, bis unser Körper oder unsere Seele laut „Stopp!“ ruft.
Vielleicht dürfen wir lernen, schon vorher auf uns zu achten.
Eine Pause ist kein Stillstand.
Sie kann ein Teil des Weges sein.
Maria Weisse



